2. Fachsymposium

Nicht beachtete Kinder sind die Patienten von morgen.

Das Fachsymposium richtet sich an Fachkräfte, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in belasteten Familiensituationen in Kontakt kommen. Dazu zählen Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Schulsozialarbeiter, Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendhilfe, Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten.
Themen


Programm


Speaker


Anmeldung

2. Fachsymposium – Themen und Schwerpunkte

Seit 15 Jahren begleitet der Förderverein Sonnenstrahlen e.V. Kinder und Jugendliche, deren Eltern schwer erkrankt oder verstorben sind. Um Fachkräften praxisnahe Hilfen für diese besonderen Lebenssituationen zu vermitteln, haben wir 2024 gemeinsam mit der Akademie der Kreiskliniken Reutlingen ein Fachsymposium ins Leben gerufen.
Am 10. Oktober 2025 findet dieses Symposium nun zum zweiten Mal statt – Unter dem Leitgedanken „Nicht beachtete Kinder sind die Patienten von morgen“. Ziel der Veranstaltung ist es, Kinder in belasteten Familiensituationen wahrzunehmen, zu verstehen und gezielt zu unterstützen. Nach zwei Impulsvorträgen erfahrener Expertinnen wird auf dem „Roten Sofa“ anhand eines konkreten Beispiels aufgezeigt, welche Hilfsmöglichkeiten es gibt und wie verschiedene Fachbereiche ineinandergreifen können, um Kindern und ihren Familien bestmöglich zu helfen. Der Schwerpunkt liegt ausdrücklich auf der praktischen Umsetzung. Für Ihr leibliches Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. 1. Fachsymposium - WEIL Kinder mit leiden wenn ein Elternteil schwer erkrankt.

Ein praxisnahes Symposium

Markt der Möglichkeiten

Begleitend findet im Foyer der Akademie der Kreiskliniken Reutlingen ein „Markt der Möglichkeiten“ statt. Dort stellen regionale und überregionale Netzwerke ihre Arbeit vor und präsentieren Unterstützungsangebote. So erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit zu vertieftem Austausch und können sich umfassend über vorhandene Hilfsstrukturen informieren.

Speaker des 2. Fachsymposiums

Wir freuen uns, die SPEAKER unseres kommenden Symposiums – „Nicht beachtete Kinder sind die Patienten von morgen“ bekannt zu geben. Wir danken ihnen im Voraus für ihre Teilnahme und freuen uns auf inspirierende und herausfordernde Diskussionen. Hochkarätige Experten werden ihre Einsichten und Erfahrungen teilen.

Sabine Rachl

Sabine Rachl arbeitete in den vergangenen Jahren als Musiktherapeutin auf der Palliativstation der Universitätsklinik Tübingen, davor im Kinderhospiz Burgholz/Wuppertal. Sie ist Lehrbeauftragte für palliative Musiktherapie an der UdK Berlin. Die ausgebildete Sterbe- und Trauerbegleiterin (BVT) und Fachpädagogin für Psychotraumatologie (ZTK) ist deutschlandweit als Bildungsreferentin für den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer unterwegs. 

Zudem ist sie Buchautorin im gleichen Themenfeld (Sterben üben, damit das Leben sich entfalten kann, Patmos Verlag 2024; Ich wohne bald im Zeitlosraum. Mutgeschichten vom Sterben und vom Leben. Kinder und ihre Familien erzählen, Patmos Verlag 2017, Tavias Reise – unterwegs in den Zeitlostraum, atp-Verlag Köln 2014).

Gerade gründet sie mit ihrem Lebenspartner Dietrich Erbe das Lichtinselnetzwerk: www.lichtinsel-alb.de

Mechthild Schroeter-Rupieper

Mechthild Schroeter-Rupieper (20. Januar 1964) ist Pionierin der Familientrauerarbeit im deutschsprachigen Raum und Begründerin des LAVIA-Trauermodells. Sie leitet das Institut für Familientrauerbegleitung in Gelsenkirchen, arbeitet dort praktisch mit trauernden Familien und ist zugleich als renommierte Dozentin und Autorin tätig. In ihren Fortbildungen vermittelt sie fundiertes Wissen für die Praxis – u. a. in Palliativversorgung, Kinderschutz und Trauerpädagogik.

Prof. Dr. Gernot Lorenz

Ehemaliger Leiter des Lehrbereichs Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät an der Universität Tübingen. Langjähriger Hausarzt mit eigener Praxis in Pfullingen und 1. stellv. Vorsitzender sowie Gründungsmitglied des Fördervereins Sonnenstrahlen e.V.

Interaktives rotes Sofa „bloß keine Berührungsängste“

Neben den hochkarätigen Hauptreferentinnen erwartet die Teilnehmenden ein weiterer Höhepunkt: die Gesprächsrunde auf dem „Roten Sofa“. In dieser interprofessionellen Fallbesprechung wird ein realer Praxisfall aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Erfahrene Expertinnen und Experten aus Medizin, Pädagogik und Therapie diskutieren gemeinsam, wie sich Fachbereiche optimal verzahnen, um Kinder und ihre Familien in einer Ausnahmesituation bestmöglich zu begleiten. Besonders wertvoll: Auch Therapeutinnen des Fördervereins Sonnenstrahlen schildern ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit und geben authentische Einblicke in erfolgreiche Unterstützungswege.

Programm 2. Fachsymposium

Mit Vorträgen von Experten und Themen wie „Hilf mir, wenn ich traurig bin“ – Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Verlustzeiten unterstützen -von Mechthild Schroeter-Rupieper ,  „Von Mundsprachen und Gefühlssprachen“ – Die Kraft der Ehrlichkeit im Krankheits- und Sterbeprozess innerhalb einer Familie von Sabine Rachl, „Bedürfnisse , sowie einem „roten Sofa“, bietet das Symposium wertvolle Einblicke in die Praxis.



9:30 Uhr Begrüßung und Einführung in das Symposium

Klaus Notz, BBA. M.A, Leitung Bildungseinrichtungen Akademie 

Thomas Reumann, Landrat a.D., Vorsitzender



9:40 Uhr Videobotschaft Schirmherr: Manne Lucha, MdL


9:45 Uhr Vorstellung des Fördervereins für Kinder/ Jugendliche krebskranker/ schwer kranker Eltern – Sonnenstrahlen e.V.​

Vorstellung des Fördervereins für Kinder/ Jugendliche krebskranker/ schwer kranker Eltern – Sonnenstrahlen e.V.​ durch die Leitung der Geschäftstelle Alice Rabe. 



10:00 Uhr Impulsvortrag „Hilf mir, wenn ich traurig bin“ – Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Verlustzeiten unterstützen

„Hilf mir, wenn ich traurig bin.“

Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Verlustzeiten unterstützen 

Wie können wir Kinder und Jugendliche wirksam unterstützen, wenn sie einen schweren Verlust erleben?
Dieser praxisnahe Vortrag zeigt, wie Fachkräfte und Eltern trauernde Kinder in Kita, Schule, Jugendarbeit und Krankenhaus einfühlsam begleiten können. Anhand realer Fallbeispiele aus verschiedenen Altersstufen vermittelt die Referentin konkrete Methoden und zeigt Werkzeuge – vom LAVIA-Herz über den Gefühlsstein und Trostpflaster bis hin zu kreativen Gesprächsimpulsen. Teilnehmende erhalten direkt anwendbare Anregungen, um betroffenen Familien und pädagogischen Teams Sicherheit und hilfreiche Strukturen an die Hand zu geben.

Impulsvortrag mit anschließender Diskussion von Frau Mechthild Schroeter-Rupieper – Leiterin des Instituts für Familientrauerbegleitung



10:45 Uhr Kaffeepause

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.



11:20 Uhr Impulsvortrag „Von Mundsprachen und Gefühlssprachen“ – Die Kraft der Ehrlichkeit im Krankheits- und Sterbeprozess innerhalb einer Familie

Von Mundsprachen und Gefühlssprachen – Die Kraft der Ehrlichkeit in Krankheits- und Sterbeprozessen innerhalb einer Familie

„Meine Mama hat zwei Sprachen. Einmal die Sprache, die aus ihrem Mund kommt und die sagt immer, dass sie gesund wird. Und dann die Sprache von ihren Gefühlen und die sagt, dass sie das nicht sicher weiß. Ganz oft weiß ich nicht, was ich sagen soll. Ich hab das Gefühl, sie möchte eine Antwort auf ihre Mundworte, aber ich kann darauf nicht richtig antworten. Ich hab dann das Gefühl, dass wir spielen. Es ist aber kein schönes Spiel.“ (Lotta, 8 Jahre alt)

Wenn innerhalb einer Familie ein Elternteil oder ein Geschwisterkind ernsthaft lebensgefährdend erkrankt, entsteht eine neue Grundsituation. Die Familie, bislang der Sicherheitsort der Kinder, wird im Innersten erschüttert. Jedes Familienmitglied verhält sich in solch einer Situation anders. In meinem Kurzvortrag möchte ich anhand von Beispielen darstellen, wie Offenheit, Ehrlichkeit und Klarheit in der Kommunikation in Krankheits- und Sterbeprozessen die beteiligten Kinder unterschiedlichen Alters so stärken können, dass dadurch psychischen Erkrankungen, die aus der neuen Lebenssituation hervorgehen könnten, präventiv begegnet werden kann.

Vortrag mit anschließender Diskussion von Frau Sabine Rachl – Musiktherapeutin auf der Palliativstation der Universitätsklinik Tübingen



11:50 Uhr Mittagspause

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.



13.30 Uhr Kaffeepause

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.



13:00 Uhr Rotes Sofa

Interaktives rotes Sofa unter dem Motto „bloß keine Berührungsängste“

Moderation Thomas Reumann



15:00 Uhr Eine Einordnung

Prof. Dr. Gernot Lorenz, stellv. Vorsitzender Förderverein Sonnenstrahlen e.V.



15:30 Uhr Resümee

Thomas Reumann, Vorsitzender Förderverein Sonnenstrahlen e.V.

„Nicht beachtete Kinder sind die Patienten von morgen“ – Das 2. Fachsymposium in Reutlingen

Anmeldung 2. Fachsymposium – „Nicht beachtete Kinder sind die Patienten von morgen“

Bitte melden Sie sich über eine Email an symposium@sonnenstrahlen-online.de an.

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